Der Arbeitspunkt ist an der Basis schön bei ca 1V
Aber nicht mit den gezeigten Werten für R1 und R3!
Rechnerisch ergibt sich auch die Verstärkung etwa als das Verhältnis von R2 / R4 als 300.
Das ist bei der gegebenen Betriebsspannung viel zu hoch, wenn du mit 750mVss Eingangsignal arbeiten willst.
Trotzdem will ich dir mal die Geschichte bei den gegebenen Werte (ausser R1, R3, die falsch sind) vorrechnen. Das Meiste davon kann man im Kopf rechnen:
Wenn du am Kollektor etwa 4V haben willst (die 9V Batterie bleibt ja nicht ewig so hoch), fliessen durch R2 etwa 1/3 mA.
Praktisch der gleiche Strom fliesst durch den Emitterwiderstand und sorgt dafür, dass der Emitter sich auf etwa +17mV befindet.
Die Ube eines Kleinsignaltransistors bei derartigen Strömen liegt bei typisch etwa 600mV und deshalb solltest du den Basisspannungsteiler so wählen, dass an der Basis etwa 620mV anliegen.
Wenn du die Stromverstärkung mit 200 annimmst, beträgt der erforderliche Basisstrom etwa 1,7µA. Man wählt den Strom durch den Basisspannungsteiler mindestens 10x so hoch, dann kann man den Einfluss des Basisstroms auf die geteilte Spannung vernachlässigen.
Hier wären das also z.B. 200µA was einem Gesamtwiderstand von 45kOhm entspricht.
Der Eingangswiderstand der Schaltung wird durch den niedrigeren Widerstand des Spannungsteilers dominiert.
Da 9V etwa 15 mal so hoch wie 620mV sind, wird dieser Widerstand etwa 3kOhm betragen. Dem parallel liegt der Eingangswiderstand des Transistors, der etwa 200*50 = 10kOhm beträgt.
Somit ergibt sich der Eingangswiderstand der Schaltung zu etwa 2,3kOhm.
Das solltest du bei der Dimensionierung des Koppelkondensators berücksichtigen.
Der Nachteil dieser simplen Schaltung ist eine schlechte Stabilität gegenüber Temperatur- und Spannungsschwankungen. Die Ube des Transostors ändert sich mit etwa 2mV/°C und allein die Wahl verschiedener Transistortypen kann eine Differenz von 100mV zur Folge haben.
Die Batteriespannung wird um 10% schwanken, an der Basis macht das 93mV, und die Verwendung von Widerständen mit 5% Toleranz beschert dir weitere 45mV Unsicherheit bei der Basisspannung.
Jeder einzelne dieser Einflüsse ist also schon grösser als die 17mV "Reserve", die du durch den Emitterwiderstand hast, und deshalb solltest du dich nicht wundern, wenn diese Schaltung schlecht oder garnicht funktioniert.
Realistischer wäre ein Mittelwert von etwa 0,5..1V am Emitter. Bei maximalem Stromfluss durch die Signalamplitude steigt diese Spannung auf das Doppelte.
Dem Transistor gönnen wir, damit er überhaupt noch arbeitet, eine Uce von 0,5V, so dass sich eine minimale Kollektorspannung von 1,5V ergibt.
Die maximale Kollektorspannung betragt unter Berücksichtung der fallenden Batteriespannung vielleicht 8V, sodass wir ein Ausgangssignal von 6,5Vss erreichen können.
Dazu gehört dann eine Verstärkung von 8,7.
Da Kleinsignaltransitoren wie der BC547 bei etwa 2mA ihre optimalen Werte erreichen, sollte der Emitterwiderstand z.B.270 Ohm und der Kollektorwiderstand dann 2,4kOhm betragen.
Den Basisspannungsteiler wählen wir ähnklich wie oben, aber so dass sich an der Basis eine Spannung von 0,5+0,62V(Datenblattwert) = 1,1V ergibt.