Frage zu (A)synchron-Motor

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Frage zu (A)synchron-Motor

Neuer Beitragvon lupus51 am Samstag 25. Juli 2020, 21:43

n'abend,

hab mal ne mehr theoretische Frage :

es gibt die klassischen Gleich-und Wechselstrommotoren mit Kollektor und Stromaufnahme über Bürsten,
und es gibt reine Wechselstrom-/Drehstrommotoren, die drehzahlmäßig der Frequenz folgen : synchron bzw. asynchron und bürstenlos -> weniger Verschleiss.

Welcher dieser Motoren hat bei gleicher Energieaufnahme mehr Kraft ? :?

Gibt es sonst einen Grund, warum immer noch - gerade im Modellbaubereich - bürsten-
versorgte Motoren bevorzugt werden - mal abgesehen von der evtl einfacheren Versorgung mit wahlweise
Gleich- oder Wechselstrom ?

Frage auch deshalb, weil die heutzutage oft verwendete PWM(Pulsweitenmodulation)
leider etwas kompliziert zu erzeugen ist : ein Controller in irgendeiner Form wird benötigt ,
und wenn das nur n einfacher NE555 ist, wohingegen ein Synchronmotor drehzahlmäßig per "Tonfrequenz"
steuerbar ist. So eine varibale Tonfrequenz ist doch leichter zu erzeugen, oder ?

Evtl sehe ich das aber nicht richtig !? :?
Zuletzt geändert von lupus51 am Samstag 25. Juli 2020, 21:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Frage zu (A)synchron-Motor

Neuer Beitragvon anders am Samstag 25. Juli 2020, 23:26

Welcher dieser Motoren hat bei gleicher Energieaufnahme mehr Kraft
Wahrscheinlich der mit der niedrigeren Nenndrehzahl.
Deine Frage ist ziemlich schwammig formuliert. Mit Kraft ist vermutlich das Drehmoment gemeint, aber ob du das unter Betriebsbedingungen oder bei blockiertem Motor meinst, bleibt offen.
Ebenso ungenau ist "Energieaufnahme". Normalerweise ist bei Motoren eher die Leistungsabgabe interessant.
Lediglich die Staubsaugerhersteller hoben die hohe Leistungsaufnahme ihrer Geräte hervor. Ein Auto, das mit besonders hohem Benzinverbrauch wirbt, wäre wohl unverkäuflich. Hausfrauen ticken eben anders.


So eine varibale Tonfrequenz ist doch leichter zu erzeugen, oder ?
Nicht wenn Leistung gebraucht wird, und der NE555 ist ja nun wahrlich nicht schwer zu benutzen.
Zuletzt geändert von anders am Samstag 25. Juli 2020, 23:29, insgesamt 1-mal geändert.
anders
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Re: Frage zu (A)synchron-Motor

Neuer Beitragvon SAD am Samstag 25. Juli 2020, 23:30

Mojn!
Motoren mit Tonfrequenzregelung kenne ich nicht,
nur Freequenzumrichter.
Fertige PWM-Regelungen gibt schon für wenig Geld im Netz.
Frequenzumrichter kosten da schon etwas mehr, je nach Art und Leistung
Bürstenlose Motoren z.B. Kurzschlußläufer haben
meist eine geringere Leistung, als z.B. Schleifringläufer.
Es kommt immer auf die Verwendung an.So wurden z.B. in der Salzgitter AG
in der Breitband-Walzstraße, die Gleichstrommotoren durch Drehstrommotoren
ersetzt. Grund, die Motoren waren veraltet und die Regelung brauchte mehr Platz.
Jetzt sind Drehstrommotoren verbaut und jeder der 7 Motoren hat einen eigenen
Frequenzumrichter zur Steuerung. Der Kleinste ist so groß, wie ein halber Doppeldeckerbus
und der jeweilige Frequenzumrichter wie ein 40 Fuß Container lang und 80cm tief.
Auch laufen die Motoren jetzt mit 3,2kV Drehstrom, statt früher mit 6kV Gleichstrom.
Hier lesen - Frequenzumrichter
https://www.guetzold.com/wp-content/upl ... ichter.pdf
Gruß SAD
SAD
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Re: Frage zu (A)synchron-Motor

Neuer Beitragvon lupus51 am Sonntag 26. Juli 2020, 04:47

moin,

Deine Frage ist ziemlich schwammig formuliert.

Soweit ich als Moba-Hobbyist vom Vorbild aus der Bahnwelt weiß,
gibt es da sowohl Drehmoment als auch Stundenleistung und die daraus resultierende Zugkraft.

Das was ich als Nichtfachmann erstmal mit "Kraft" umschreibe :?

Bei der Moba geht es um mehr "Kraft" bei der Langsamfahrt und bei Steigungen,
welche beim Umrüsten nicht-digitaler Triebfahrzeuge zum Austausch des Motors führt
(5-pol.Anker statt 3-pol. u.andere Modifikationen).

Den Unterschied zwischen Umrichter-("Tonfrequenz"-) betriebenem Motor und PWM-angetriebenem Motor
sehe ich in der aufm Oszi dargestellten Schwingungsform :
Umrichter-("Tonfrequenz"-) : Sinusförmig mit WENIG Oberwellen auf der Leitung

Es gibt da sowohl Schleifring als auch der Verzicht auf jegliche Stromzuführung zum Anker
(wäre wohl am störungsärmsten).

PWM : Rechteckförmig (o.ä.) mit viel Oberwellen, was zu verstärktem "Übersprechen"
in der Steuerung führen kann, abgesehen von den durch den Kollektor möglichen
induktiv verursachten Funkstörungen, welche durch z.B. eine Kondensator-Spule-Kombination
reduziert werden müssen. :(

Außerdem könnte man durch Tonfrequenzfilter ebenso eine Nachrichten-Trennung zwischen
Motordrehzahl und anderen Moba-relevanten Funktionen (Pfeifen, synchroner Dampfausstoß,
ferngesteuerte Entkupplung usw.) herbeiführen.
Inwieweit sich das dann aber auf einen Datenbus setzen läßt, will ich mangels Kompetenz nicht beurteilen;
möglich müßte doch aber prinzipiell sein. :-)

Oder Net ? :?
rhönwolf
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Re: Frage zu (A)synchron-Motor

Neuer Beitragvon BernhardS am Sonntag 26. Juli 2020, 09:10

Es ist schwierig die eigentliche Frage rauszufiltern.

Soweit ich weiß, fährt man heute so, daß der Lok einfach Strom zur Verfügung steht und in der Lok ein Modul eingebaut ist, das die Information entgegen nimmt und die Drehzahl regelt.
$2B OR NOT $2B = $FF
BernhardS
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Re: Frage zu (A)synchron-Motor

Neuer Beitragvon SAD am Sonntag 26. Juli 2020, 13:30

Mojn!
Wenn Deine Moba 'eh schon digitalisiert ist, solltest Du auf Schrittmotoren setzen.
Die bedürfen allerdings eine andere Steuerung, als 3 oder 5 pol. Bürstenmotoren,
aber nicht mittels Deiner Tonfrequenz.
Hierzu empfehle ich Ardunio, Raspery & Co. ,
da lassen sich auch passend die Zusatzfunktionen,wie z.B. Dampfstoß, Pfeifen usw.
programmieren.
Gruß SAD
SAD
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