Kondensator Entladestrom

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Kondensator Entladestrom

Neuer Beitragvon orhan am Dienstag 6. Februar 2018, 15:05

Hallo zusammen,

Ich benötige den Entladestrom bzw. abgegeben Strom eines Kondensator an einE USB Buchse. Leider habe ich es mit der Rechnung nicht so gut hinbekommen, da ich noch Einsteiger bin.

Uquelle=5,5V; Kondensator C=22uF und ein Widerstand von 100ohm.

Ich hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen

Mit freundlichen Grüßen
Orhan
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Re: Kondensator Entladestrom

Neuer Beitragvon anders am Dienstag 6. Februar 2018, 15:15

Fängt bei 55mA an und sinkt dann auf 0 ab.
anders
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Re: Kondensator Entladestrom

Neuer Beitragvon orhan am Dienstag 6. Februar 2018, 16:38

Vielen Dank,

wie lange dauert das Entladen?
orhan
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Re: Kondensator Entladestrom

Neuer Beitragvon Kleinspannung am Dienstag 6. Februar 2018, 20:04

5 Tau
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Re: Kondensator Entladestrom

Neuer Beitragvon SAD am Mittwoch 7. Februar 2018, 06:57

Aufladen und entladen dauern gleich lang, nämlich 7 Tau.
Gruß SAD
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Re: Kondensator Entladestrom

Neuer Beitragvon BernhardS am Mittwoch 7. Februar 2018, 09:11

Das nähert sich jeweils den Endwerten, kommt aber nicht restlos hin. Du musst zunächst festlegen bei wieviel Prozent Du "voll" oder "leer" definierst.
$2B OR NOT $2B = $FF
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Re: Kondensator Entladestrom

Neuer Beitragvon SAD am Mittwoch 7. Februar 2018, 09:45

BernhardS hat geschrieben:Das nähert sich jeweils den Endwerten, kommt aber nicht restlos hin. Du musst zunächst festlegen bei wieviel Prozent Du "voll" oder "leer" definierst.


Mag sein, aber so habe ich es mal gelernt und soweit ich weiß,
wird es auch heute noch so gelehrt.
Gruß SAD
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Re: Kondensator Entladestrom

Neuer Beitragvon Bernd am Mittwoch 7. Februar 2018, 10:37

es waren und sind immer noch 5Tau
Gegen Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens.

Das Leben ist zu kurz um alle Erfahrungen selbst zu machen
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Re: Kondensator Entladestrom

Neuer Beitragvon BernhardS am Mittwoch 7. Februar 2018, 10:54

Aus der Kapazität und dem Widerstand errechnet sich eine Zeitkonstante - das bereits erwähnte Tau.
Der zeitliche Verlauf ist eine Exponentialfunktion e hoch ln(2) * Tau * wieviel Tau man rechnen will.
Aus praktischen Gründen rechnet man nicht mehr als 5-6 Tau. Danach sind die sonstigen Fehler wie z.B. Genauigkeit der Bauteile, Genauigkeit der Messung größer als die Rechengenauigkeit.
Man setzt also eine sinnvolle Grenze. Bei 6,66 Tau ist der Kondensator zu ungefähr 99% voll oder leer.
$2B OR NOT $2B = $FF
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Re: Kondensator Entladestrom

Neuer Beitragvon anders am Donnerstag 8. Februar 2018, 00:11

Aus praktischen Gründen rechnet man nicht mehr als 5-6 Tau.
Ja, 5τ ist üblich. In dieser Zeit ist der Lade- oder Entladevorgang zu über 99% erledigt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitkonst ... eitbereich
Wer lieber mit Halbwertzeiten hantiert, kann sich merken, dass nach der 10-fachen Halbwertzeit nur noch ein Tausendstel der ursprünglichen Menge vorhanden ist, egal ob es dabei um die Entladung eines Kondensators oder um das Verschwinden einer radioaktiven Substanz geht.
anders
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Re: Kondensator Entladestrom

Neuer Beitragvon SAD am Freitag 9. Februar 2018, 06:01

@anders
Dein Tausenstel ist bei Plutonium immernoch tödlich,
viel Spass beim Anfassen.
Gruß SAD
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Re: Kondensator Entladestrom

Neuer Beitragvon BernhardS am Freitag 9. Februar 2018, 15:08

Tja, das Lexikon der populären Irrtümer. 99,9% glauben es zu wissen und dennoch ist es falsch. Schwermetalle sind giftig - die einen mehr, die anderen weniger. Pu liegt irgendwo im Mittelfeld.
Das mit dem millionstel Gramm beruht auf der (bewußten?) Fehlinterpretation einer Modellrechnung zur Inhalation von Partikeln.
$2B OR NOT $2B = $FF
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Re: Kondensator Entladestrom

Neuer Beitragvon SAD am Samstag 10. Februar 2018, 10:00

BernhardS hat geschrieben:Tja, das Lexikon der populären Irrtümer. 99,9% glauben es zu wissen und dennoch ist es falsch. Schwermetalle sind giftig - die einen mehr, die anderen weniger. Pu liegt irgendwo im Mittelfeld.
Das mit dem millionstel Gramm beruht auf der (bewußten?) Fehlinterpretation einer Modellrechnung zur Inhalation von Partikeln.


Schöner Satzbau, nur hatte anders ein tausenstel, nicht ein millionstel geschrieben.
Hast Du denn schonmal Plutoium in der Hand gehabt?
Was meinst Du, warum man dieses Schwermetall in Castoren verpackt und sie dann tief in der
Erde verbuddeln möchte, für eine sehr laaaange Zeit?

Na lassen wir das.
Ich finde manche Antworten von Herrn anders sehr geschmacklos und heftig übertrieben.
Von einem Moderator erwartet man professionellere Antworten, als so'n übertriebenen Quatsch.
Ich weiß, es ist nicht erwünscht, Moderatoren zu kritisieren,
finde aber das mußte mal gesagt/geschrieben werden.

Ob der TE nun mit 3, 4, 5 oder mehr Tau rechnet, bleibt ihm überlassen.

Also werde ich auf den Friedhof gehen und meinem ehemaliegen Berufsschullehrer
ordentlich meine Meinung geigen, weil er mir was falsches gelehrt hat, 5 und nicht 7 Tau.
Schönen Tag noch.
Gruß SAD
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Re: Kondensator Entladestrom

Neuer Beitragvon BernhardS am Samstag 10. Februar 2018, 14:23

SAD hat geschrieben:Hast Du denn schonmal Plutoium in der Hand gehabt?

Ja, als Kalibriersubstanz für die Alphaspektroskopie.
Aber was hat das mit mir und meinen Händen zu tun? Die Handhabung durch meine, doch eher unbedeutende Person ändert doch nicht die Eigenschaften.
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Re: Kondensator Entladestrom

Neuer Beitragvon anders am Samstag 10. Februar 2018, 15:13

Ich finde manche Antworten von Herrn anders sehr geschmacklos und heftig übertrieben.
Von einem Moderator erwartet man professionellere Antworten, als so'n übertriebenen Quatsch.
.....
.....
Also werde ich auf den Friedhof gehen und meinem ehemaliegen Berufsschullehrer
ordentlich meine Meinung geigen, weil er mir was falsches gelehrt hat, 5 und nicht 7 Tau.
Schönen Tag noch.
Was soll man dazu noch sagen?

Du hast offenbar überhaupt nicht begriffen, dass sich beide Angaben zwar in der Quantität, aber nicht in der Qualität unterscheiden.
Wenn du noch einen dritte Angabe brauchst, welcher der gleiche Sachverhalt zugrunde liegt, bitte sehr:

Bei Oszilloskopen ist es üblich die Zeit zwischen den 10% und 90% Anzeigen eines Spannungssprungs am Eingang anzugeben.
Alternativ kann man auch die 3dB-Grenzfrequenz angeben.

Alle diese Angaben kann man mühelos ineinander umrechnen, weil dahinter die gleiche und sehr einfache physikalische Gesetzesmäßigkeit steht, die da lautet, dass die Änderung umso schneller erfolgt, je weiter der aktuelle Zustand vom Endzustand entfernt ist.
Man kann auch sagen, dass die relative Änderungsgeschwindigkeit konstant ist.

Leider hat noch niemand dem orhan erklärt, was denn dieses tau *) ist:
Man nennt es Zeitkonstante, und es ist das Produkt aus den Werten von Kapazität in Farad und dem Widerstand in Ohm und hat die Dimension einer Zeit in Sekunden.
Im Beispiel also R*C = τ = 2,2 ms.
Nach 11 Millisekunden sind von den ursprünglichen 5,5V also nur noch knapp 1%, genauer: 38,5mV, vorhanden.


*) P.S.:
In der Physik bezeichnet man eine Zeitkonstante mit dem kleinen tau (τ), weil das grosse T, das ebenso ausieht wie ein großes Tau (Τ), schon für die Temperatur vergeben ist.
Die Elektriker hingegen kennen kaum griechische Buchstaben und verwenden für die Zeitkonstante lieber das grosse lateinische T, und wundern sich dann hoffentlich nicht, wenn sie in Teufels Küche kommen, falls sie mal etwas berechnen müssen, wo sowohl Temperaturen (T) wie Zeiten (t) vorkommen.
Zuletzt geändert von anders am Samstag 10. Februar 2018, 15:16, insgesamt 1-mal geändert.
anders
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