Stelltrafo Feineinstellung

Fragen zu Messgeräten und zur Theorie in der Elektronik.
Messtechnik bei der Reparatur von Geräten

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Stelltrafo Feineinstellung

Neuer Beitragvon Kabelheini am Freitag 22. Februar 2019, 05:45

Hallo,

ich habe an meinem Arbeitsplatz einen Stelltransformator (0-24V max. 40A) in einem 19 Zoll Gehäuse und einer 230V Zuleitung. Dieser hat einen großen Regler 0-100%. Nun soll ich damit passive Bauelemente mit Strom beaufschlagen, um deren Erwärmung zu messen.
Leider ist anscheinend der angeschlossene Widerstand zu gering, um den Stelltrafo vernünftig einstellen zu können.
Als Beispiel: Ich möchte 17,5A einstellen. Nun taste ich mich langsam per Drehregler an diesen Strom heran.
Dann kann ich z.B. 17,2 A einstellen, wenn ich dann jedoch noch einmal erhöhen will, springt der Strom direkt auf 18A. Den Zwischenwert bekommt man somit nicht vernünftig eingestellt. Zudem fehlt ein Konstantstrombetrieb, sodass der Strom sich mit steigender Temperatur des Bauteils auch noch etwas ändert.
Kann man mit relativ einfachen Mitteln etwas daran ändern?
Kabelheini
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Re: Stelltrafo Feineinstellung

Neuer Beitragvon winnman am Freitag 22. Februar 2019, 11:18

Das "Springen" kommt daher, dass die Kohlebürste oder -rolle auf den einzelnen blanken Wicklungen des Trafos entlanggleitet. Diese haben untereinander die jeweilige Spannung einer Windung.

Vermutlich gibt dein Trafo Wechselspannung aus (oder ist danach ein Gleichrichter?)

Eine Möglichkeit wäre davor nochmals einen 230V Stelltrafo zu verwenden, damit sollte sich der Strom entsprechend einstellen lassen.

Automatische Nachregelung wird sehr aufwendig werden, ev. einen Getriebemotor auf den Handantrieb des Stelltrafos montieren (der sollte dann eher ganz langsam laufen) und den dann mit einer entsprechenden Regelschaltung ansteuern. Was du zum regeln auf alle Fälle brauchst ist ein Shunt zum Messen des Stromes.

Wirklicher Konstantstromregler wie in Labornetzteilen ist das aber keiner, da zu träge.
winnman
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Re: Stelltrafo Feineinstellung

Neuer Beitragvon BernhardS am Freitag 22. Februar 2019, 13:44

Mal ne Gegenfrage: wie genau muss das denn sein? Ich meine: von 17,2 auf 18A, das sind 5 Prozent.
Oder: 15A sind x Grad, 20A sind y Grad. Kurve zeichnen, Zwischenwerte ablesen.
$2B OR NOT $2B = $FF
BernhardS
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Re: Stelltrafo Feineinstellung

Neuer Beitragvon anders am Freitag 22. Februar 2019, 15:32

Kann man mit relativ einfachen Mitteln etwas daran ändern?
Ja.
Du kannst dort weitermachen, wo deine Fragen schon vor einer Woche beantwortet wurden!

:arrow:
https://forum.electronicwerkstatt.de/ph ... 25&start=0

:traurig:
anders
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Re: Stelltrafo Feineinstellung

Neuer Beitragvon Kabelheini am Montag 25. Februar 2019, 06:00

BernhardS hat geschrieben:Du kannst dort weitermachen, wo deine Fragen schon vor einer Woche beantwortet wurden!


Wenn meine Frage mit einer entsprechend annehmbaren Lösung beantwortet wäre, hätte ich die Frage nicht erneut gestellt! :!:
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Re: Stelltrafo Feineinstellung

Neuer Beitragvon SAD am Montag 25. Februar 2019, 08:52

Moin!
Hänge doch 'ne Last dran, 24V 1000W.
Gruß SAD
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Re: Stelltrafo Feineinstellung

Neuer Beitragvon BernhardS am Montag 25. Februar 2019, 12:28

"annehmbarer Vorschlag" ist halt so eine Sache.

Es wäre schön, wenn Du nicht stur darauf bestehen würdest ganz exakt 17,5V anzulegen. Zwischen den erreichbaren 17,2 und 18V liegen nur 5% Unterschied. Jetzt würde ich nochmals ganz herzlich darum bitten zu erklären, warum das mit aller Macht so sehr genau 17,5 sein müssen. Ist denn der gesamte Meßaufbau mit Wärmeabfuhr der Bauteile, Luftströmung, Raumtemperatur etc. ebenfalls so genau konzipiert? Ich vermute: Nein.

Wenn es denn sein soll:
Normalerweise macht man solche Messungen ja bei verschiedenen Spannungen, tippt die in eine kleine Excel-Tabelle und lässt das Excel die Werte erstmal glätten (!) um die Streuungen der einzelnen Meßvorgänge ein bißchen wegzubekommen und lässt dann die Zwischenwerte ausrechnen - falls diese tatsächlich in der Genauigkeit gebraucht werden sollten. Du merkst: glaube ich immer noch nicht.
$2B OR NOT $2B = $FF
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