Drehstromzähler fehlerhaft

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Re: Drehstromzähler fehlerhaft

Neuer Beitragvon winnman am Mittwoch 16. Februar 2011, 19:31

Danke Lothar,

bleib mal dran.

Ich arbeite selber auch bei einem EVU in Österreich und habe seinerzeit bei der Lehre auch ein bisschen mit Ferraris Zählern Erfahrung sammeln können.

Darum interessiert mich das besonders.

Nachlassen des Bremsmagneten wird wohl als Fehlerursache ausscheiden.
So weit ich mich erinnere, sind die mech. Zählwerke aber eigentlich sehr robust und im Fehlerfall wird es wohl eher zu einem nicht mitnehmen der entsprechenden Ziffernscheibe kommen als zum vorwärtszählen.
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Re: Drehstromzähler fehlerhaft

Neuer Beitragvon Erfinderlein am Mittwoch 16. Februar 2011, 21:49

Hi,

in Griechenland habe ich an einem italienischen "Billig-Wasserzähler" beobachtet, dass durch ein fehlendes ( nicht vollständig gefülltes) Zwischenrädchen eine Zählrolle nicht den erwarteten 1/10.tel Schritt sondern 1,5 bis 2 Zehntel weitergeschaltet hat. Zugegebenermaßen sollte ein solcher Fehler hier nicht vorkommen. Nur hat es mich stark verwundert, dass die Zählrollen in einem Tütchen auf den Zähler mitgeliefert wurden und diese Zwischenrollen, die sich ja mit der Zählrolle gegenseitig verrieglen, wenn sie komplett ausgespritzt sind samt Achse und Befestigungsblechen nicht beigefügt wurden. Zufällige Dusslichkeit ?
Da ich auch in der Kunststoffverarbeitung genügend beschlagen bin, weiß ich, dass solcherlei Ausschuß durchaus entstehen kann, jedoch vor einer automatischen Montage ausgeschieden werden sollte. Einen anderen Defekt an so einem Rollenzählwerk , der einen "Mehrverbrauch" anzeigen könnte schliesse ich aus. Da gebe ich dir recht.

Gruß Lothar
Zuletzt geändert von Erfinderlein am Mittwoch 16. Februar 2011, 21:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Drehstromzähler fehlerhaft

Neuer Beitragvon sreutter am Montag 12. September 2011, 17:39

Hallo,

gibt es in der Zwischenzeit Neuigkeiten?
bin wegen erhöhtem Stromverbrauch nach Wohnungswechsel auf diesen interessanten Thread gestossen.
Gerade eben unseren alten mit unserem neuen Verbrauch verglichen -
alte Wohnung: 4,88 kwH/Tag
neue Wohnung: 6,87 kwH/Tag.

der Unterschied 2-Zimmer zu 3-Zimmerwohnung fällt nicht stark ins Gewicht, wir sind nach wie vor 2 Personen, mit den gleichen Elektrogeräten und den gleichen Nutzungsgewohnheiten. Wir haben nur einen neuen Kühlschrank angeschafft, der aber eigentlich sparsamer sein sollte als der alte...
Vielleicht 2 oder 3 Geräte mehr stehen rum - auch ein Computer mehr, der allerdings nur ein paar Stunden im Monat an ist. Habe mal überprüft, was das Netzteil im Aus-Zustand an Strom zieht - ca 20 W.
Wenn ich die Differenz oben auf eine Dauerleistung umrechne, komme ich auf ca. 82W. Habe (noch) keine Ahnung wo die herkommen könnten.. im Moment habe ich auch den Zähler im Verdacht.

Grüße aus Mainz,

sreutter
Zuletzt geändert von sreutter am Montag 12. September 2011, 17:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Drehstromzähler fehlerhaft

Neuer Beitragvon Erfinderlein am Montag 12. September 2011, 18:52

Hallo und willkommen im Forum,

nein es gibt noch nichts neues. Der Zähler befindet sich nach wie vor in meinen Händen und von den Zwischenrollen keine Spur. Ich muß Karin aber mal anmailen um zu erfahren wie der Stand mit dem Versorger aussieht. Deine Abweichung ist schon recht beachtlich. Da sollte man einen Messzähler des Versorgers dazwischen schalten, denn 700 kWh pro Jahr ist auch Geld. Es könnte dabei auch herauskommen, dass der vorige Zähler zu wenig angezeigt hat.
Bei Wasserzählern neuerer Bauart kann so ein Fehlverhalten sogar bei intaktem Rollenzählwerk vorkommen, wenn zum Beispiel Ablagerungen aus den Rohrwandungen mit im Waser sind. Mit anderen Worten die Konstruktion wurde dermaßen auf Material sparen getrimmt und nur noch dünnwandige Kunststoffteile verwendet, dass die ganze Geschichte nicht mehr verwindungssteif genug ist. Diesen Zustand kann man aber beim Stromzähler ausschließen. Dort müßte es sich schon um fehlerhafte nicht voll gefüllte Teile handeln.

Gruß Lothar
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Re: Drehstromzähler fehlerhaft

Neuer Beitragvon AHA am Montag 12. September 2011, 21:23

Hallo an alle und ein ganz besonderes Hallo an Lothar :-)

wir müssen auf alle Fälle wieder mailen - vor allem auch über Zeolith... Ganz tolle Erfahrungen mit gemacht!

Jetzt aber zum Thema:

Wir sind vom Anbieter in kurzer Folge immer wieder angerufen und angeschrieben worden, dass wir den Gesamtbetrag von fast 25000 Euro ja schulden und dass es sehr teuer würde, damit vor Gericht zu ziehen und dass es besser ist, eine Ratenzahlung zu vereinbaren, um sich diese Folgekosten zu sparen usw...
Niemals ist man darauf eingegangen, dass wir der Meinung sind, dass unser damaliger Zähler falsch gezählt haben muss. Wir haben alleine 4 mal eine "letzte" außergerichtliche Mahnung erhalten...
Dann haben wir uns an einen Anwalt gewandt und der klärte uns auf, dass falls wir uns auf eine Ratenzahlung eingelassen hätten, es eine Anerkennung der Schuld dargestellt hätte und wir somit vor Gericht kaum noch eine Chance gehabt hätten. Er meinte, man muss immer schon misstrauisch sein, wenn eine "letzte" außergerichtliche Mahnung nicht die letzte außergerichtliche Mahnung ist...

Dann haben wir im Mai diesen Jahres einen Mahnbescheid über die Summe erhalten. Unser Anwalt hat seine Vertretung angezeigt und Einspruch gegen den Anspruch insgesamt eingelegt. Ende Mai wurde dann das Verfahren vom Amtsgericht ans Landgericht abgegeben (wegen Höhe der Summe).
Seitdem haben wir nichts mehr gehört. Ich weiß nicht, ob es normal ist, dass es so lange liegt...

Wir haben selbstverständlich den Stromanbieter gewechselt und auch einen neuen Zähler bekommen und nun unsere erste Jahresabrechnung erhalten. ~ 10400 kw
Bei uns hat sich nichts verändert, was die angeschlossenen Geräte betrifft. Das kann unser Elektriker bezeugen. Der ist anfangs durch alle vorhanden Räume gegangen und hat nach Stromverbrauch in dieser Höhe gesucht, es wurden Leitungen gemessen usw., aber es wurde nichts gefunden, was diesen Verbrauch erklären könnte.

Die neue Jahresabrechnung entspricht zu fast 100% dem Wert, den wir hier seit dem Einzug vor 30 Jahren bis zu dem Einbau des neuen Zählers hatten - rund 20 Jahre. Dann kam die Zeit, in der wir lt. neuem Zähler auf einmal mehr als 25 000 kw Verbrauch haben sollten...
Nach Zählerwechsel jetzt wieder den "normalen" Verbrauch von "um die" 10 000...

Ich kann in diesem Zusammenhang Dir (sreutter) nur dringend raten, den Zähler überprüfen zu lassen - allerdings gab es bei uns dann nur das Ergebnis, dass der Zähler in Ordnung ist, obwohl er es 100 %ig nicht war.

Jetzt möchte ich Lothar noch einmal ganz herzlich dafür danken, dass er nach wie vor unseren Zähler bei sich beherbergt und mir viele sehr wertvolle Tipps und Ratschläge gegeben hat.
Wir hoffen jetzt eigentlich, dass die ganze Sache im Sande verläuft, obwohl wir da kaum dran glauben...
Deswegen die herzliche Bitte an Lothar, behalt den Zähler einfach noch eine Weile, denn es wäre im Falle einer Verhandlung sicher sehr sehr wertvoll für uns, die Aussage eines Fachmannes in die Waagschale werfen zu können.

Liebe Grüße
AHA
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Re: Drehstromzähler fehlerhaft

Neuer Beitragvon Alte Fritz am Dienstag 13. September 2011, 14:51

Moin,

eine Möglichkleit wäre noch gewesen, nach dem Hauptzähler einen begl. Zwischenzähler einbauen zu lassen. Hiermit könnte man dann eine Differenz beider Zähler sehr leicht feststellen.

Alte FRitz
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Re: Drehstromzähler fehlerhaft

Neuer Beitragvon AHA am Dienstag 13. September 2011, 18:42

Hallo,

klar, Du hast Recht, allerdings hatten wir damals, als dieser ganze Mist anfing, überhaupt noch keinen Schimmer, was da auf uns zukommt und wir haben uns auf die "Fachleute" verlassen und waren dann auch ziemlich verlassen.
Erst im Nachhinein haben wir dann (z.B. auch über Lothar) erfahren, was wir alles hätten machen können und müssen und was alles falsch gelaufen ist.
Tja, schlauer ist man leider immer nur in der Rückschau :-)

Viele Grüße
Karin
Zuletzt geändert von AHA am Dienstag 13. September 2011, 18:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Drehstromzähler fehlerhaft

Neuer Beitragvon sreutter am Montag 26. September 2011, 14:44

Hallo an alle,

wir sind in der Zwischenzeit schon etwas weitergekommen, was unseren erhöhten Stromverbrauch angeht.
Zuerst habe ich meine Vermutung unserem Stromanbieter geschildert. Er hat dann den monatlichen Abschlag angepaßt !? (also auf den momentan abzulesenden Wert erhöht) sich aber sonst nicht weiter drum gekümmert und uns an unseren Netzbetreiber verwiesen. Von dem haben wir die Auskunft erhalten, daß "unser" Zähler dieses Jahr in der Stichprobe mit drin wäre. Darauf wollten wir aber nicht warten, vor allem könnte es ja sein, daß die untersuchten Zähler noch in Ordnung sind und unser altes Stück hier trotzdem nicht ausgetauscht wird. Ich habe deshalb versucht, den Zähler selbst zu überprüfen.

Nach Ausdrehen der 3 Hauptsicherungen am Zählerplatz zeigte der Zähler folgendes Verhalten:
wenn gerade die rote Markierung der Zählerscheibe am Markierungsstrich des Gehäuses stand, blieb die Scheibe stehen. Wenn sie schon etwas weiter gedreht war, lief die Scheibe zurück. Wenn sie schon ein größeres Stück weiter war, drehte sie sich langsam einmal komplett rum, bis wieder die rote Markierung vorne stand, das dauerte so in etwa 10 Minuten. Dann blieb die Zählscheibe stehen.

(Bei unserem Zähler entspricht eine kWh 150 Umdrehungen).

Da mir das zwar seltsam vorkam, aber noch nicht unbedingt als Beweis für die Fehlerhaftigkeit des Zählers ausreichte, habe ich die Sicherungen wieder reingedreht, die Wohnung dann am Sicherungskasten stromlos gemacht bis auf einen Stromkreis, der bekanntermaßen nur auf eine Steckdose ging, daran so einen 20-Euro Zähler aus dem Baumarkt gehängt und daran eine 105 W - Halogen-Glühbirne angeschlossen. Der Zähler zeigte mir 106 W an für die Leistung der Glühbirne.

Wieder raus zum Zähler, und die Zeit gemessen, die er für eine Umdrehung gebraucht hat - das waren 3m 10 s, habe ein paar Runden mitgezählt, die Zeit blieb konstant.

Anschliessend habe ich die gleiche Messung noch ohne den 20-Euro Zähler gemacht um dessen Eigenverbrauch zu ermitteln, der fiel aber nicht ins Gewicht, es waren nach wie vor 3m 10s pro Umdrehung der Zählerscheibe.

Wenn ich die Leistung der Glühbirne mit den per Zähler und Stoppuhr ermittelten Werten errechne, komme ich auf 126,6W (1 Umdr. = 1000Wh/150 = 6,67Wh = 24000Ws; P=W/t = 24000Ws/190s) . Das Messgerät zeigte 106 Watt für die Birne an. Wenn hier kein Fehler/Fremdeinfluss besteht, würde das doch heißen, dass der Zähler deutlich zuviel zählt, oder nicht? Und zwar in etwas das 1,2 fache des tatsächlichen Verbrauchs. Damit komme ich zwar nicht auf den Faktor 1,4, der sich durch den Vergleich der neuen mit den alten Verbrauchswerten ergibt, aber das könnte ja auch an einem tatsächlichen Mehrverbrauch liegen.

Ist meine Eigenmessung nun Anhaltspunkt genug für mich, um sicher sein zu können daß der Zähler tatsächlich was hat?

Ich habe bei meinem Netzbetreiber angerufen, und ihm nur gesagt, daß der Zähler bei Ausdrehen der 3 Hauptsicherungen trotzdem weiterzählt. Das stimmt auch, allerdings nicht bei jeder Ausgangsposition der Zählscheibe. Mein Netzbetreiber hat mir angekündigt, daß ich eine Kostenübernahmeerklärung unterschreiben müsse, allerdings würde das ja nicht greifen, wenn der Zähler tatsächlich fehlerhaft ist.

Was sollte ich tun, um mich abzusichern? könnte ja sein, daß mir Ähnliches widerfährt wie AHA?
Oder soll ich mich einfach auf meinen Netzbetreiber verlassen?

Vielen Dank schon einmal für Eure Antworten,

sreutter
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Re: Drehstromzähler fehlerhaft

Neuer Beitragvon winnman am Montag 26. September 2011, 17:33

Das mit dem Drehen bis zur roten Markierung ist Normal. (es gibt da eine sogenannte Haltefahne an der durch ein Magnetfeld dann die Scheibe stehen bleibt)

Was steht auf deinem Zähler für ein Messbereich? zb: 10(60)A oder so.
die 100W sind auf alle Fälle am untersten Messbereich, da wird eigentlich immer ein positiver Fehler gemessen. Aus dem Bauchgefühl (ich hab da keine Eichwerte zur hand) sollte das aber ziehmlich sicher so OK sein.

Interessant wäre jetzt eine Leistung die bei 50% und eine bei 100% des Messbereichs liegt. (darum auch die Fragen nach dem Messbereich des Zählers.)
Hast du größere Verbraucher? Durchlauferhitzer, . . .?
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Re: Drehstromzähler fehlerhaft

Neuer Beitragvon sreutter am Montag 26. September 2011, 19:24

Hallo,

ist ein 10(60) A Zähler, aus dem Jahr 1960.

Habe hier im Haus (Hochhaus mit 45 Wohnungen) bei Freunden mal eine Vergleichsmessung gemacht (also auch alles aus, 105 Watt Halogenbirne ran, gestoppt wie lange der Zähler für eine Umdrehung braucht.

Ergebnis:

Zähler von 2008, gestoppt/errechneter Wert: 114,3W (8,8% mehr als 105 Watt)
Zähler von 1997, gestoppt/errechneter Wert: 118,5W (12,9% mehr als 105 Watt)
Zähler von 1960, gestoppt/errechneter Wert: 126,3W (20,3% mehr als 105 Watt)

Messung mit mehr Watt werde ich morgen mal durchführen. Werde es mal mit einer Kochplatte probieren. Ist halt die Frage, wie genau das 20-Euro Teil aus dem Baumarkt ist, bzw. wie groß die Leitungsverluste zu veranschlagen sind.

Ich habe mal versucht, die Eichgrenzen, bzw. Verkehrsgrenzen für Stromzähler rauszufinden, bin dabei aber bisher auf keine verlässliche Angabe gestossen. Kann es sein dass die Eichgrenze 2% ist? und die Verkehrsgrenze dann 4% wäre? Allerdings müßte man das wohl direkt hinter dem Zähler messen, um Leitungsverluste auszuschliessen?

Gruß sreutter
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Re: Drehstromzähler fehlerhaft

Neuer Beitragvon AHA am Dienstag 27. September 2011, 09:01

Hallo sreutter, hallo alle :-)

Was sollte ich tun, um mich abzusichern? könnte ja sein, daß mir Ähnliches widerfährt wie AHA?
Oder soll ich mich einfach auf meinen Netzbetreiber verlassen?


Wenn ich Dir raten darf: Verlass Dich keinesfalls auf Deinen Stromanbieter. Die spielen Bürgertennis mit Dir - Du bekommst keinen echten Ansprechpartner, sondern hörst an x Stellen, dass eine andere Stelle dafür zuständig ist. Ich habe z.B. keinen gefunden, der mir autorisiert Auskunft über die Abrechnungspraxis geben konnte. Da gabe es dann nicht nur den Versorger, sondern auch noch wieder andere Stellen, die sich um die Abrechnungen kümmern, wenn man dann da angerufen hat, wurde man damit abgespeist, dass letzten Endes doch wieder nur der Versorger Auskunft geben kann. Glaub mir, wir haben telefoniert, geschrieben, gefaxt usw. - leider immer nur mit dem Erfolg, dass wir mit Allgemeinplätzen bedient wurden. Also alles wirklich völlig ergebnislos.

Viele Grüße

Karin
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Re: Drehstromzähler fehlerhaft

Neuer Beitragvon der mit den kurzen Armen am Dienstag 27. September 2011, 15:59

Im Unterschied zu einem geeichten Zähler liefern die Baumarktdinger nur Hausnummern. Wenn es Zweifel am Zähler gibt sollte der Verbrauch mittels 2 tem geeichtem Zähler (gibt es mittlerweile auch für Hutschienenmontage )kontrolliert werden.
Tippfehler sind vom Umtausch ausgeschlossen.
Arbeiten an Verteilern gehören in fachkundige Hände!
Sei Dir immer bewusst das von Deiner Arbeit das Leben und die Gesundheit anderer abhängen!
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Re: Drehstromzähler fehlerhaft

Neuer Beitragvon sreutter am Mittwoch 28. September 2011, 15:36

Hallo alle, hallo winnman

winnman hat geschrieben:Interessant wäre jetzt eine Leistung die bei 50% und eine bei 100% des Messbereichs liegt. (darum auch die Fragen nach dem Messbereich des Zählers.)
Hast du größere Verbraucher? Durchlauferhitzer, . . .?


so... hat leider einen Tag länger gedauert, konnte nicht alles abschalten, Arbeitszimmer wurde gebraucht :-)

Es ist wohl tatsächlich so, wie winnman sagt - der Fehler ist bei größerer Leistung kleiner.

hier meine (wegen Baumarktzähler natürlich nicht verlässlichen) Ergebnisse:

Verbraucher war eine Doppelkochplatte, laut Baumarkt-Zähler bei einer Platte 1450 Watt, mit 2 Platten 2350 Watt (die Anzeige pendelte immer so um ca +/- 10 Watt, habe den ungefähren Mittelwert genommen

Ergebnis:

eine Platte, gestoppt/errechneter Wert: 1500 W (3,4% mehr als 1450 Watt)
beide Platten, gestoppt/errechneter Wert: 2446 W (4,1% mehr als 2350 Watt)

zum Vergleich nochmal die hohe Abweichung bei 105 Watt Leistung:

1 Halogenbirne, gestoppt/errechneter Wert: 126,6 W (20,5% mehr als 105 Watt)

Noch mehr Leistung könnte ich höchstens über so einen geeichten Zwischenzähler messen. Aber obs mir das wert ist weiss ich noch nicht. Vielleicht warte ich doch erstmal die Stichprobe ab.

Was auf jeden Fall auffällt, ist die hohe Abweichung bei niedriger Leistung. Dass diese Abweichung bei Zählern neueren Datums weit geringer ausfällt, kann man gut sehen (siehe Post weiter oben).

Grade der ganze summierte Standby-Verbrauch fällt da schon ins Gewicht. Wie werden die Zähler geprüft? Gilt die Eichtoleranz für den ganzen Leistungsbereich?

Standby-Verbrauch habe ich gerade im Arbeitszimmer heute minimiert (war schon länger geplant). Ich habe mal mit Stoppen am Zähler gemessen, was unsere 3 Pcs, 2 Bildschirme, Drucker etc etc. so insgesamt produzieren - immerhin 60 Watt, also bei einem kWh-Preis von 25cent immerhin fast 11 Euro im Monat. Die Steckdosen sind jetzt gruppenweise abschaltbar. Investition amortisiert sich innerhalb weniger Monate, und danach kann man mal schön essen gehen von dem Geld :-)

Mal sehen, wie es weitergeht..

Danke für Euer Interesse und Eure Tipps.
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Re: Drehstromzähler fehlerhaft

Neuer Beitragvon winnman am Donnerstag 29. September 2011, 22:01

ja der Zähler wird wohl vom Messbereich eher zu gross sein wenn du keinen Durchlauferhitzer, Sauna, oder ähnliches daran hängen hast.

10(60) bedeutet so ungefähr: 60A Nennstrom bei dem der Zähler dann die entsprechende Genauigkeit (2%?) hat. = eventuell überdimensioniert.

Genaueres/Aktuelles wird wahrscheinlich "Erfinderlein" liefern können da ich schon lange nicht mehr mit diesen Details zu tun habe.
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Re: Drehstromzähler fehlerhaft

Neuer Beitragvon winnman am Donnerstag 29. September 2011, 22:02

ja der Zähler wird wohl vom Messbereich eher zu gross sein wenn du keinen Durchlauferhitzer, Sauna, oder ähnliches daran hängen hast.

10(60) bedeutet so ungefähr: 60A Nennstrom bei dem der Zähler dann die entsprechende Genauigkeit (2%?) hat. = eventuell überdimensioniert.

Genaueres/Aktuelles wird wahrscheinlich "Erfinderlein" liefern können da ich schon lange nicht mehr mit diesen Details zu tun habe.
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