Sensortasten Induktionskochfeld

Haushaltstechnik, Ersatzteile und Reparatur. Fragen und Antworten zur Installation.

Haushaltstechnik, Ersatzteile und Reparatur. Fragen und Antworten zur Installation.

Moderator: Moderatorengruppe

Re: Sensortasten Induktionskochfeld

Neuer Beitragvon Muzi am Donnerstag 26. Juli 2018, 06:45

Ich habe noch dieses Silikongel gefunden:
EGel3000: http://shop.ivh-ullrich.de/Vergussmassen/Silikon-Vergussmassen/Vergussmasse-Silikongel/EGel3000-Silikongel.html
Was meint ihr? Denkt ihr es könnte damit funktionieren?

Übrigens: Nach einigen Versuchen... Es muss sich zwangsläufig um kapazitive Sensoren handeln. BernhardS hat das schon richtig erkannt!

Grüße
Muzi
Threadstarter
63105
Junior Mitglied
 
Beiträge: 11
Registriert: Sonntag 22. Juli 2018, 18:20
Postleitzahl: 78224
Land: Germany / Deutschland

Re: Sensortasten Induktionskochfeld

Neuer Beitragvon SAD am Donnerstag 26. Juli 2018, 20:48

Warum seht da wohl "Vergussmasse"?

Das Problem ist der Abstand.
Die Tasten repräsentieren einen Plattenkondensator, eine Platte ist die Taste, die andere Platte ist Dein Finger.
Ist der Abstand zu klein, ist die Kapazität zu klein, keine Auswertung, nichts geht.
Ist der Abstand zu groß, genaues Gegenteil, geht auch nicht.
Du brauchst nur den gleichen Abstand, wie die anderen, funktionierenden Tasten und schon geht's.

2kg Vergussmasse, der Preis ist ja fast geschenkt.
Jawoll, giesse gleich alle Tasten ein, die funktionieren dann nie Wieder, aber gehen auch nie wieder kaputt.
Zuletzt geändert von SAD am Donnerstag 26. Juli 2018, 21:03, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß SAD
SAD
63114
Platinum Mitglied
 
Beiträge: 1842
Registriert: Freitag 8. Juni 2007, 14:25
Wohnort: 00000
Postleitzahl: 38259
Land: Germany / Deutschland

Re: Sensortasten Induktionskochfeld

Neuer Beitragvon Muzi am Samstag 28. Juli 2018, 07:59

SAD hat geschrieben:Warum seht da wohl "Vergussmasse"?

Das Problem ist der Abstand.
Die Tasten repräsentieren einen Plattenkondensator, eine Platte ist die Taste, die andere Platte ist Dein Finger.
Ist der Abstand zu klein, ist die Kapazität zu klein, keine Auswertung, nichts geht.
Ist der Abstand zu groß, genaues Gegenteil, geht auch nicht.
Du brauchst nur den gleichen Abstand, wie die anderen, funktionierenden Tasten und schon geht's.

2kg Vergussmasse, der Preis ist ja fast geschenkt.
Jawoll, giesse gleich alle Tasten ein, die funktionieren dann nie Wieder, aber gehen auch nie wieder kaputt.


Deine Ironie finde ich hier jetzt nicht ganz so angebracht. Vielleicht sollte mal der Artikel "Kondensator" von Wikipedia durchgelesen werden?!
https://de.wikipedia.org/wiki/Kondensator_(Elektrotechnik)
Wenn ich zitieren darf:
"Kondensatoren bestehen im Prinzip aus zwei elektrisch leitfähigen Flächen, den Elektroden, die von einem isolierenden Material, dem Dielektrikum, voneinander getrennt sind. Die Größe der Kapazität wird durch die Fläche der Elektroden, das Material des Dielektrikums und den Kehrwert des Abstandes der Elektroden zueinander bestimmt. Die Elektroden und das Dielektrikum können aufgerollt oder parallel geschaltet als Stapel angeordnet sein. Industriell hergestellte Kondensatoren werden mit Kapazitätswerten von etwa 1 Pikofarad (10−12 F) bis zu etwa 1 Farad, bei Superkondensatoren sogar bis zu 10.000 Farad geliefert."

Grüße und einen schönen Samstag
Muzi
Threadstarter
63130
Junior Mitglied
 
Beiträge: 11
Registriert: Sonntag 22. Juli 2018, 18:20
Postleitzahl: 78224
Land: Germany / Deutschland

Re: Sensortasten Induktionskochfeld

Neuer Beitragvon SAD am Samstag 28. Juli 2018, 11:26

Ironie, in wie fern?
2Kg Vergussmasse für176€ für 3 Tasten?
Die Vergussmasse ist flüssig, d.h. sie hat nicht die größere Viskosität, wie z.B. Silikon.
Also nicht so leicht zu verarbeiten, sie würde sich auf der gesamten Taste verteilen und aushärten.

Netter Hinweis, aber, ich weiß wie ein Kondensator funktioniert, hab es in meiner Ausbildung gelernt.

Egal, ich habe hier einen kapazitven Schalter gefunden, vielmehr einen Plan
aus dem Elektor-Buch 302.
Der sollte Dir die Funktionsweise näher bringen.
Hab ihn vor Jahren nachgebaut und als Klingelknopf unter einer dünnen Glasplatte eingebaut.
Das Teil wude am Haus meiner Schwester verbaut und arbeitet seit über 30Jahren tadelos.
Die Glasplatte wurde mit transparentem Silikon am Kinker befestigt und die Sensorplatte vergoldet.
Zwischen "Sensor" und Glasplatte ist kein Silikon oder teurer Quatsch, sie liegt glatt auf.
Sie haben keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Gruß SAD
SAD
63132
Platinum Mitglied
 
Beiträge: 1842
Registriert: Freitag 8. Juni 2007, 14:25
Wohnort: 00000
Postleitzahl: 38259
Land: Germany / Deutschland

Re: Sensortasten Induktionskochfeld

Neuer Beitragvon Muzi am Samstag 4. August 2018, 06:57

Ich habe auch diverse Informationen darüber gefunden, dass man die Sensortasten neu kalibrieren kann.
Allerdings finde ich absolut keine Informationen dazu wie man in dieses Service-Menü kommt.
Hat jemand hier im Forum eine Idee wie man an die Service-Menü-Informationen kommt?

Danke und einen schönen Samstag!
Muzi
Threadstarter
63367
Junior Mitglied
 
Beiträge: 11
Registriert: Sonntag 22. Juli 2018, 18:20
Postleitzahl: 78224
Land: Germany / Deutschland

Re: Sensortasten Induktionskochfeld

Neuer Beitragvon anders am Samstag 4. August 2018, 21:37

Jetzt muss ich nur noch herausfinden wo man Kleinmengen bestellen kann!
Das halte ich für wenig erfolgversprechend, zumal im Datenblatt bis auf die Durchschlagfestigkeit und den Isolationswiderstand keinerlei elektrische Eigenschaften genannt werden.
Die Werte für diese beiden Eigenschaften weichen aber nicht wesentlich von den Eigenschaften anderer Silikonkleber ab.

Ich habe mich bislang auch noch nicht mit der Sensorik von Kochfeldern befasst, aber anlässlich dieser Diskussion doch mal ein Oszilloguck in die Küche gebracht und heimlich an Mutters Induktionsherd nachgeschaut.
Wenn die Mimik kapazitiv funkioniert, müsste dort ja eine Wechselspannung zu finden sein. :idea:

Und siehe da: Schon bei ausgeschaltetem Herd finde ich oberhalb des Sensorfelds mit dem 10:1 Tastkopf auch schon ohne Berührung ein rechteckförmiges Signal mit einer Frequenz von 250kHz.
Wenn ich auf das Einschaltfeld zur besseren Ankopplung einen Tropfen Wasser gebe und die Tastkopfspitze hineintauche, messe ich ca 800mVss.
Ausserdem schaltet die Taste den Herd dann schon ein oder aus! (10MOhm ca 10pF an 300mV 250kHz ist wieviel Strom?)

Also einwandfrei kapazitiv.

Was nun deine Problem angeht, so halte ich es für möglich, dass in Wirklichkeit ein anderer Fehler vorliegt und fehlerhafte Tasten vorgaukelt.

Zum Beispiel könnte der geringe kapazitive Strom durch leitfähige Verschmutzung auf der Platine oder der Ceranplatte abgeleitet werden.

Wenn du glaubst, dass die Ankopplung zur Glasplatte zu schlecht ist, würde ich anstelle von Hi-Tech-Kleister es mal mit einem Tröpfchen Marmelade oder einem eingeweichten Gummibärchen versuchen.
Wasser hat nämlich eine Dielektrizitätszahl von 81, und es wird dir schwer fallen im Haushalt etwas aufzutreiben, das diesen Wert übertrifft. Ausserdem haben Süssigkeiten wegen des vorhandenden Salzgehalts (Zucker wird durch Salz erst süß) eine beträchtliche elektrische Leitfähigkeit.
Das sollte als Koppelgel also ganz gut funktionieren (Bis es vertrocknet ist).
Zuletzt geändert von anders am Samstag 4. August 2018, 21:44, insgesamt 3-mal geändert.
anders
63372
Moderator
 
Beiträge: 4303
Registriert: Freitag 28. Februar 2003, 13:46

Vorherige

Zurück zu Elektro Haushalt und Installationen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 8 Gäste